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LPO 2003: akutes Problem für Grund-, Haupt-, Realschulstudierende

Sehr geehrte Ministerinnen Löhrmann und Schulze, sehr geehrte Mitglieder des Schul- und Wissenschaftsauschusses von rot-grün und den Piraten,

wir melden uns bei Ihnen wegen der Auslauffristen im Lehramt Staatsexamen. Dadurch, dass der Termin des Gesetzesbeschlusses sich weiter hinausgezögert hat als im Oktober 2015 absehbar war, gibt es ein akutes Problem für die Studierenden, die auf Grund-, Haupt- und Realschullehramt studieren. Deren letzte Prüfungen (die mündlichen Abschlusskolloquien in Erziehungswissenschaft) finden möglicherweise statt BEVOR das Gesetz beschlossen wird. Oder aber das Gesetz wird so kurz vorher beschlossen, so dass für Betroffenen zu spät kommt. Dies drängt aktuell noch mehr als noch im Sommer/Herbst 2015, als wir die Idee eines Moratoriums auf die Tagesordnung gesetzt haben. Der Terminkorridor der Abschlusskolloquien liegt z.B. in Paderborn zwischen dem 25.04. und dem 13.05., in Köln zwischen dem 30.05. und dem 01.07. und in Duisburg-Essen zwischen dem 20.06. und dem 15.07. (Dies können Sie auf den Homepages der jeweiligen Landesprüfungsämter einsehen.)

Die derzeitige Situation bedeutet für die betroffenen Kommilon*innen, dass sie auf Biegen und Brechen versuchen, bis zu diesem Termin alle Prüfungen zu schaffen bzw. die Abschlussarbeit schnellstmöglich zu beenden, um am letztmöglichen Termin für die Abschlusskolloquien teilnehmen zu können – auf Kosten der Qualität und der Motivation.
Dadurch, dass keine offizielle Zusage von Seiten von SPD und Bündnis90/Die Grünen für eine Verlängerung der Fristen veröffentlicht wurde, gibt es viele Studierende, die nicht auf gut Glück ihre Prüfungstermine verschieben wollen, da sie nicht sicher sind, ob es tatsächlich eine Verlängerung der Fristen geben wird.
Es muss dringend Abhilfe geschaffen werden: Prüfungen in zugespitzter Hetze sind aufreibend, befördern die Gefahr von Burnouts und sind besonders unproduktiv, weil man sich in den Fachgebieten prüfen lässt, die einem besonders leicht fallen statt in Fachgebieten, die man für relevant für eine sinnvolle Gestaltung von Schulalltag und Bildungssystem erachtet. Zudem bringt Bulimielernen nur Verdruss, nachhaltig lernt man so nichts.

Besonders ungerecht wäre es, wenn eine Gruppe von Studierenden nicht von einer Verbesserung profitieren könnte, weil ein Gesetz zu spät beschlossen wurde.

Sie als für die Lehrer*innenbildung verantwortliche Politiker*innen müssten hier dringend Abhilfe schaffen. Sehr gut wäre z.B. eine Pressemitteilung, in der Sie öffentlich bekannt geben, dass Sie eine Verlängerung der Fristen wirklich realisieren wollen. Zudem möchten wir sehr gerne wegen einer weiteren Verlängerung der Fristen mit Ihnen in Verbindung bleiben, da ein Jahr Verlängerung wesentlich zu kurz ist für ein qualitatives, erfreuliches und reflektiertes Studium.

Bitte melden Sie sich bald bei uns zurück, gerade drängt die Zeit tatsächlich.

Mit freundlichen Grüßen

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