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Einladung zum NRW-weiten Treffen gegen die Fristen am 12. August

Liebe Kommiliton*innen, liebe Kolleg*innen, liebe Interessierte,

seit längerem engagieren sich Kommiliton*innen an ihren Unis gegen die Auslauffristen in den Lehramtsstudiengängen, wir wollen nun zu einem NRW-weiten Treffen aller Aktiven und Interessierten einladen:
Am Mittwoch, den 12. August, um 13 Uhr in Essen (Gewerkschaftshaus, Teichstraße 4, fünf Minuten Fußweg vom HBF Essen entfernt).

Es geht darum, dass die bisherigen Lehramtsstudiengänge (Staatsexamen und Modellstudiengänge) bis zum Ende des Sommersemesters 2016 (Grund-, Haupt-, Realschule) bzw. 2017 (alle anderen Schulformen) auslaufen. Alle Kommiliton*innen, die dann noch in diesen Studiengängen studieren, sollen zwangsexmatrikuliert werden oder müssen in den Bachelor wechseln. Wir wollen auf dem Treffen am 12. August zusammen besprechen, wie wir weiter gegen die unproduktiven und lernfeindlichen Fristen im Lehramt vorgehen wollen.

Bisher haben wir schon einiges in Bewegung gebracht:
Bis jetzt haben fast 9.500 Menschen unsere Unterschriftenkampagne „Keine Zwangsexmatrikulationen – für ein kritisches und angeregtes Studium“ unterzeichnet, die Auseinandersetzung hat ein großes Echo in der NRW- und deutschlandweiten Presse gefunden die NRW-weite Konferenz der Prorektoren für Studium und Lehre hat sich für eine Verlängerung der Fristen ausgesprochen. Außerdem haben sowohl die Juso-Hochschulgruppen (SPD-Hochschulorganisation) bundesweit sowie campus:grün NRW (grüne Hochschulgruppen) einen Beschluss zur Abschaffung der Fristen gefällt. Sogar das Schulministerium, welches sich bisher am meisten gegen eine Veränderung der Fristen ausgesprochen hat, bewegt sich langsam. Dies wurde in einem aktuellen Brief des Ministeriums an das Landeslehramtsfachschaftentreffen NRW deutlich.
Allerdings ist noch nichts entschieden: Aktuell besteht der Streit zwischen einer Abschaffung der Fristen oder zumindest einer wirklichen Verlängerung (mind. 5 Jahre) und einer Pseudo-Verlängerung von 1-2 Jahren oder gar nur einer Härtefallregelung. Letztere beiden Optionen widersprechen dem Ziel einer Lehrer*innenbildung, die ermöglicht, dass sich ALLE ohne Zeitdruck im Nacken umfassend bilden können, um bei ihren späteren Schüler*innen Freude am Lernen, Interesse an demokratischem Engagement und Kollegialität am besten fördern zu können.
Daher wollen wir dran bleiben, für die Abschaffung der Fristen streiten und auf dem Mehrwert von Bildung beharren. Weil die Fristen jetzt schon wirken und die Kommiliton*innen der Grund-, Haupt und Realschulstudiengänge sich schon im Oktober zu ihrer letzten Prüfung anmelden müssen, wollen wir daraufhin hinwirken, dass noch vor Beginn des neuen Semesters als erster Schritt ein Moratorium, d.h. ein Aussetzen der Fristen, beschlossen wird. Das heißt, dass der Druck erst mal herausgenommen und neu Zeit gewonnen wird dafür, dass die Landesregierung eine vernünftige endgültige Entscheidung bezüglich der Fristen trifft.

Auf dem Treffen am Mittwoch, den 12. August, wollen wir auswerten bzw. überlegen:
– was bisher erreicht wurde
– wie die Gespräche in Düsseldorf mit dem grünen Landesvorstand und dem SPD-NRW-Generalsekretär Herrn Stinka vom Juni/Juli zu bewerten sind
– wovon wir die Landtagsmitglieder von SPD und Grünen, die uns nach der Sommerpause des NRW-Landtages ein Treffen zugesagt haben, überzeugen wollen
– und was wir außerdem unternehmen wollen, sobald die Sommerpause um ist (was Mitte August schon der Fall sein wird)

Alle Aktiven und Interessierten sind herzlich eingeladen, sich an dem Treffen zu beteiligen. Dafür muss man nichts Umwerfendes wissen oder können oder schon länger hochschulpolitisch aktiv sein, sondern das Engagement und die Ideen aller haben Bedeutung.

Solidarische Grüße
Stefan Brackertz und Marvin Weißmann für die GEW-Studis NRW
Tim Wübbels für das Forum Lehramt der Fachschaftenkonferenz an der Uni Duisburg-Essen
Anne Laura Franke für den Studierendenausschuss der Vollversammlung (Studierendenvertretung der Humanwissenschaftlichen Fakultät der Uni Köln)
und Svenja Adach, René Decker, Matthias Kröling, Agnes Kamerichs, Cäcilie Reuvers, Jonas Rink, Lars Pieper und Sebastian Spicker für die Kölner Aktiven gegen die Fristen im Lehramt

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